Lyriost – Madentiraden

19.05.2017 um 21:04 Uhr

Entfremdung

von: Lyriost

Entfremdung

Der Individualismus ist ebenso Ausdruck der Unzulänglichkeit des Individuums wie der gesellschaftlichen Sphäre. Das gleiche gilt für den Kollektivismus. 

08.05.2017 um 10:40 Uhr

Vom Man zum Ich und zurück

von: Lyriost

Vom Man zum Ich und zurück

Manchmal braucht man es, das Ich neu zu definieren. Und dann intern ein wenig umzuorganisieren. Die schwierigste Frage dabei ist, wer das Ich neu definieren soll. Da müßte man sich wohl oder übel entscheiden. Dann taucht allerdings die Frage auf: Wer ist "man"? Manchmal hilft es, das "man" neu zu definieren. Und dann ...

08.05.2017 um 10:28 Uhr

Angst macht Druck

von: Lyriost

Angst macht Druck

Nicht so sehr die salzreiche Kost und das Übergewicht sind es, die den Blutdruck am konsequentesten in die Höhe treiben, sondern es ist vor allem die Angst vor zu hohem Blutdruck bei salzreicher Kost und Übergewicht.   

28.04.2017 um 08:54 Uhr

Elite

von: Lyriost

Elite
 
Immer wenn ich die selbsterhöhende Bezeichnung Elite höre, denke ich an eine Herde (oder sollte ich sagen Horde) von Ackergäulen, die in ihren Ställen mit den Hufen scharren, weil sie sich für edle Reitpferde in der Box halten oder gar für Wildpferde. 

11.04.2017 um 09:59 Uhr

Kurzmeldung

von: Lyriost

Kurzmeldung

Islamischer Staat
ist außer sich vor Freude
Rettung in der Not

amerikanischer Freund
hilft uns im heiligen Krieg
 

11.04.2017 um 09:30 Uhr

Nur Illusion

von: Lyriost

Nur Illusion

Einsames Entwähnen
im fremden Wahn
schweigsames Stöhnen

dem Wahne entwöhnen
das Blut aus der Bahn
...

10.04.2017 um 17:20 Uhr

Ernennungsfragen

von: Lyriost

Ernennungsfragen

Silvio Berlusconi will laut Tagesschau Osterlämmer vor dem Metzger schützen. Weshalb er das tut ... Mir egal. Das Engagement gefällt mir, obwohl ich den schönen alten Silvio natürlich trotzdem nicht wählen würde. Fleischindustrie und Rechtsextreme in Italien sind empört, und auf "tagesschau.de" macht man sich über Berlusconi lustig und spricht despektierlich vom "selbsternannten Tierschützer". Jetzt frage ich mich: Wo und von wem werden Tierschützer normalerweise ernannt? Und wo und von wem Dummköpfe? 

10.04.2017 um 09:08 Uhr

Schnäppchengerücht des Tages

von: Lyriost

Schnäppchengerücht des Tages

Wenn ein großer Pharmakonzern nach wochenlangem Poker von hochbezahlten Finanzexperten für ein Tausendstel seines Wertes verkauft wird, wie die "Frankfurter Allgemeine" berichtet, dann ist irgendetwas faul.
 
  

Was da faul ist, ist in diesem Fall schon wegen des Ausmaßes der Diskrepanz offensichtlich. Das gravierende Expertenversagen ist nicht bei den Finanzexperten zu suchen, sondern bei den nicht ganz so hoch, aber dennoch überbezahlten Medienexperten der Frankfurter Qualitätszeitung.

25.03.2017 um 10:00 Uhr

Narrativ

von: Lyriost

Narrativ

Leicht zu merken: Was ist ein Narrativ? Wenn Narren großspurig über Politik sprechen. 

24.03.2017 um 22:48 Uhr

Sind nicht die Mücken

von: Lyriost

Sind nicht die Mücken

Schwirrende Plagen
kann nicht mehr lange gutgehn
Wahn der Geschichte

Fing an mit blindem Tasten
dann flogen nur noch Fäuste

22.03.2017 um 17:00 Uhr

Selbsttor des Tages

von: Lyriost

Selbsttor des Tages

Angesichts der ausbleibenden Touristenscharen hat sich Erdogan, auch Präsident der türkischen Knigge-Gesellschaft, in die Tourismuswerbung eingeschaltet. Er sagte: "Wenn sie sich weiterhin so verhalten, dann wird morgen weltweit kein Europäer, kein Bürger des Westens in Sicherheit und Frieden die Straßen betreten können." Das ist nun wirklich eine nette Einladung, die alle Hotelmanager in der Türkei zu Freudensprüngen veranlassen wird. Und nicht nur die. Unternehmer, die in der Türkei investieren wollen, werden mit Freuden die Konten in ihren Heimatländern auflösen und nicht nur in der Türkei investieren, sondern all ihr Geld in die stabilste aller Währungen, die türkische Lira, untauschen. Wohl dem Land, das einen so klugen Präsidenten hat. 

05.03.2017 um 16:43 Uhr

Grösul und Co.

von: Lyriost

Grösul und Co.

Niemand muß sich Sorgen machen, daß die Gröfaze dieser Welt aussterben. Es kommt immer was nach. Die bizarrsten zur Zeit sind der Grösul von Ankara und der Goldjunge im weißen Haus. In dieser Reihenfolge. Woher kommt das?, fragt man sich, wenn man sie reden hört. Haben die die falschen Pillen genommen oder nur vergessen, die richtigen zu nehmen? Oder habe ich mich hier verlaufen?

10.02.2017 um 19:42 Uhr

Zuviel und zuwenig

von: Lyriost

Zuviel und zuwenig

Immer dann, wenn es heißt, es gäbe zuwenig von irgendwas, kann man sicher sein, daß dem ein Zuviel komplementär ist. Wenn es zum Beispiel in Berlin an Wohnungen mangelt, kann man davon ausgehen, daß zu viele Leute ausgerechnet dort wohnen wollen. Wenn es zuwenig Lkw-Parkplätze an Autobahnen gibt, wird es wohl so sein, daß zu viele Lkws auf diesen Straßen unterwegs sind. Und weil zu wenige Wähler klug wählen, finden sich zu viele bescheuerte Politiker in lohnenden Ämtern.

26.01.2017 um 21:03 Uhr

Unmittelbare Nähe

von: Lyriost

Unmittelbare Nähe

Aus der Ferne betrachtet, sind auch entfernte Orte unmittelbar nebeneinander.

19.01.2017 um 11:17 Uhr

Der innere Schmutz

von: Lyriost

Der innere Schmutz

Wie kommt es, daß mitten in Berlin ein Denkmal gebaut wurde, über das es von Anfang an viel Streit gab? Die Ursache dafür liegt in der gleichen braunvölkischen Nationalromantik, von der auch jene heute beseelt sind, die das Holocaust-Denkmal in Berlin als "Denkmal der Schande" bezeichnen und deutlich machen, daß sie es hinter allem semantischen Mehrdeutigkeitsnebel als schändliches Denkmal betrachten. Schändlich aber ist nicht das Denkmal, sondern das Denken, das ursächlich zu diesem Denkmal geführt hat und auch heute zu nichts Gutem führen wird. Ohne dieses Denken hätte es die unfaßbare Judenvernichtung nicht gegeben. Ob einer solche Reden hält wie AfD-Höcke oder auf einem jüdischen Friedhof Grabsteine beschmiert, für mich ist beides Ausdruck der gleichen schmutzigen Gesinnung.  

17.01.2017 um 15:34 Uhr

Fragen zur Anatomie des toten Winkels

von: Lyriost

Fragen zur Anatomie des toten Winkels

Ist ein begrenzter Horizont mit einer Art totem Winkel eine Wahrnehmungsstörung, hervorgerufen durch unbewußte Selektion? Oder ist die Kurzsichtigkeit Folge von Wahrnehmungseinschränkungen durch bewußte Verweigerung? Oder ist die Engführung des Blicks einfach nur Gewohnheit?

14.01.2017 um 21:22 Uhr

Besuch

von: Lyriost

14.01.2017 um 14:52 Uhr

Betreutes Regieren?

von: Lyriost

Betreutes Regieren?

Man hat den Eindruck, daß viele sich wünschen, es werde in Kürze in den USA so etwas wie betreutes Regieren geben und Treffen mit Putin nicht unter vier Augen, sondern nur unter Aufsicht von Sozialarbeitern, Psychologen und Pressevertretern. Sollte mich wundern, wenn der neue US-amerikanische Präsident sich das gefallen ließe.

12.01.2017 um 15:01 Uhr

Mediendemokratie

von: Lyriost

Mediendemokratie 

Tagesschau online, 12.1., 14.17 Uhr

In dem "Tagesschau"-Beitrag heißt es unter anderem: "Trump hasst und bekämpft alle, die ihn kritisieren. Das darf sich eine Demokratie nicht bieten lassen. Beim nächsten massiven Angriff auf Kollegen sollten die US-Journalisten geschlossen aufstehen und gehen, statt Trump hinterher zu laufen bis an den goldenen Aufzug."

Ich hätte den Beitrag gern dahingehend kommentiert, daß ich angesichts des medialen Kesseltreibens inklusive Fake-News gegen Trump, bereits bevor der im Amt ist, ein gewisses Verständnis für dessen dünnhäutige Reaktionen habe. Leider gab es dazu, obgleich auch ich doch Finanzier der "Tagesschau" bin, keine Möglichkeit, denn die Kommentarfunktion war von Anfang an ausgeschaltet. Von Demokratie reden ist das eine, selbst Demokratie praktizieren das andere.


09.01.2017 um 14:31 Uhr

Lernen

von: Lyriost

Lernen

Unverständnis ist wohlfeil und leichter zu praktizieren, als Verständnis zu erwerben. Oder gar Vernunft. Vernunfterwerb geht nicht ganz so einfach, wie Früchte vom Baum zu pflücken, und ist nicht so bequem, wie danach unter dem Baum zu liegen und darauf zu warten, daß der Heilige Geist uns mit Weltwissen erquicke.